Freiwilligenarbeit in der Schweiz: Plattformen, Qualität und Chancen

Freiwilligenarbeit trägt einen wesentlichen Teil dessen, was unsere Gesellschaft zusammenhält – auch in der Schweiz. NGOs, öffentliche Institutionen und zivilgesellschaftliche Akteure sind auf dieses Engagement angewiesen. Gleichzeitig stellen sich grundlegende Fragen: Wer kann sich Freiwilligenarbeit leisten? Wie sichern wir Qualität und Wirkung? Und wie verhindern wir, dass Engagement zum Privileg wird?

1. Orientierung im Dschungel der Angebote: Wie finden Interessierte passende Einsätze – und welche Rolle Plattformen wie kampajobs.ch spielen 

Wie finden Interessierte Freiwilligeneinsätze zum Mitmachen? Was Kampagnenforum und die Kampa-Welt dazu leistet, haben wir gestern besprochen. Anlass waren die Anfragen an uns für Freiwilligeneinsätze - und gefreut hat uns dann sehr, dass eines der Kampa-Angebote, www.kampajobs.ch  im aktuellen Tagesanzeiger-Bericht   aufgeführt ist 

2. Qualität oder ‘rip-off’?: Woran man gute Freiwilligenarbeit erkennt 

Wo hast du schon mitgemacht? Wie hast du dich im Dschungel der Freiwilligenarbeit zurechtgefunden? Was sind Qualitätsmerkmale, und wo ist es ein ‘rip-off’? Das heisst: Wo erhältst du passende Einführung und Begleitung, die sowohl dich unterstützt wie auch die Qualität für die begünstigte Sache oder die begünstigten Personen sicherstellt? Und wieerden die Ressourcen der Organisation effizient eingesetzt, damit Spendengelder wirksam eingesetzt werden?

Und wenn du selbst bei einer NGO bist: Wie stellst du obige Kriterien sicher?

3. Warum Freiwilligenarbeit systemrelevant ist

Und besprochen haben wir natürlich auch die Bedeutung der Freiwilligenarbeit für die Gesellschaft, die Einzelperson und NGOs. Nicht umsonst gibt es den UN-‘Tag der Freiwilligenarbeit’ (jeweils am 5. Dezember), und kommunizieren unter anderem die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) - oder grosse Organisationen wie Pro Juventute Schweiz - regelmässig, wie wichtig dies ist.

  • NGOs erhalten nicht nur hilfreiche Kompetenzen und Ressourcen von Freiwilligen bereitgestellt. Es ist oft auch eine lebenslange Bindung an die Organisation.

  • Die Gesellschaft profitiert enorm von den freiwilligen Leistungen - ohne diese würde weder der Fussballclub, die Familienarbeit noch viele Leistungen über Integration, Tierwohl, Umwelt oder die Steuerung gemeinnütziger Organisationen funktionieren. 

  • Einzelpersonen erhalten wichtige Einblicke, eignen sich zentrale Kompetenzen an, und dürfen den Begünstigen oder der begünstigten Sache zudienen: ein Privileg. Ein Privileg auch, wer sich das leisten kann, denn jede Freiwilligenarbeit bedeutet, dass die oder der Freiwillige in dieser Zeit keiner Lohnarbeit nachgehen muss.

Wie ist sichergestellt, dass unsere NPOs nicht nur von Privilegierten gesteuert sind, sondern die Diversität der Bevölkerung adäquat einbringen können? Wie ist sichergestellt, dass Freiwilligenarbeit, gerade etwa in der Pflege oder Fürsorgearbeit, mit dem Lebensunterhalt und dem Energiehaushalt einhergehen kann? 

4. Neue Hebel: KI und Digitalisierung

Und wie können wir die Entwicklung in KI und Digitalisierung nutzen, um Freiwilligeneinsätze bekannt zu machen und Organisationen in ihrer Akquise, ob für Einsätze im Feld wie in ihren Gremien, fit zu machen?

Melde dich bei uns, wenn du diese Fragen mit uns besprechen willst.

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