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SOIRÉE: MACHT DER BILDER

23
Okt
2017

Der Spendenfranken sitzt lockerer, wenn Bilder Menschen in Not oder mit Defiziten zeigen. Doch mit diesen Bildern zementieren NGOs auch die Vorstellung von Menschen im Süden oder mit einem Handicap. An unserem Podium diskutieren vier Expert/innen über ihre Erfahrungen, über Dilemmas, über gute und schlechte Kampagnen und darüber, was für sie sowie die Menschen auf den Bildern Menschenwürde in der Werbung bedeutet. 

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Wann 23. Oktober 2017 - 18:15 - 23. Oktober 2017 - 21:00

Veranstaltungsort

Impact Hub - Bogen D
Viaduktstrasse 93
8005 Zürich

Fördert NGO-Werbung Stereotypen?

NGOs, die sich für ein besseres Leben von Menschen einsetzen, welche in Armut oder mit einer Behinderung bzw. Krankheit leben, stehen in einem kommunikativen Spannungsfeld. Einerseits wollen sie für ihre Projekte und Unterstützungsangebote Spenden generieren und stellen deshalb die Not dieser Menschen in den Vordergrund. Andererseits möchten NGOs darüber aufklären, dass sie partnerschaftlich arbeiten und die Menschen selber viel leisten, um ihre Lebensumstände zu verbessern. 

Fundraising-Expert/innen wissen, dass die Spendenbereitschaft höher ist, wenn die Not und Bedürftigkeit anderer Menschen betont wird. Mit dem Fokus auf die Hilfsbedürftigkeit steigt aber die Gefahr, dass Stereotypen gefestigt werden, statt abgeschafft. Jener vom hilflosen, abhängigen "Armen" und der Spenderin als Retter, oder jener vom unselbständigen, unfähigen "Behinderten" und dem gesunden Helfer. Diese Defizitorientierung rückt bestehende Ressourcen und Fähigkeiten oder positive Entwicklungen aus dem Blickfeld. Wie kann dieses Narrativ geändert werden, ohne in neue Fallen zu tappen?

Podiumsteilnehmende diskutieren über ihre Erfahrungen, über Dilemmas, über gute und schlechte Kampagnen und darüber, was für sie Menschenwürde in der Werbung bedeutet. 


PODIUM

Stefan Stolle ist seit 11 Jahren Leiter Marketing und Kommunikation bei Helvetas und Mitglied der Geschäftsleitung. Er war zuvor in vergleichbarer Funktion bei Caritas Zürich und in der Privatwirtschaft tätig. Zwölf Jahre war er Vorstandsmitglied des Branchenverbands Swissfundraising, sechs davon als Vize-Präsident.

Judith Schuler ist seit einem Jahr Direktorin Marketing & Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung von Save the Children Schweiz. Sie war während acht Jahren für die UNO in Afrika tätig, davon sechs Jahre als Kommunikationsverantwortliche des UN World Food Programms, bevor sie 2012 in die Schweiz zurück kam und während drei Jahren eine kleine Stiftung in Zürich leitete.

Susanne Stahel ist seit Anfang August 2016 Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Infirmis Schweiz und leitet den Bereich Kommunikation und Fundraising. Die 49-jährige Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin (Universität Freiburg) mit einem MAS in Angewandter Ethik (Universität Zürich) war 2015/2016 für die Kommunikation des UNHCR in der Schweiz und Liechtenstein verantwortlich und leitete vorher von 2007 bis 2014 Jahren die Medien- und Informationsabteilung des HEKS.

Patrick Rohr leitet eine eigene Firma für Kommunikationsberatung und Medienproduktionen. Als Fotograf und Journalist ist er regelmässig für NGOs im Einsatz, unter anderem war er für Helvetas in verschiedenen Ländern in Asien und Afrika. Bis 2007 arbeitete er als Redaktor, Redaktionsleiter und Moderator für das Schweizer Fernsehen (u.a. Schweiz aktuell, Arena, Quer).


MODERATION

Christine Schulthess, stellvertretende Redaktionsleiterin der Sendung „Club“ beim Schweizer Fernsehen SRF


ABLAUF

> Podiumsdiskussion
> Apéro


ANGABEN

> Datum: Montag, 23. Oktober 2017
> Zeit: 18.15 - 21.00 Uhr, anschliessender Apéro
> Ort: Impact Hub - Bogen D, Viaduktstrasse 93, 8005 Zürich (Lageplan)
> Preis: Kostenlos

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SOIRÉE: MACHT DER BILDER

Starting 23. Oktober 2017 - 20:00
Ending 23. Oktober 2017 - 23:00

 

Event Location

Impact Hub - Bogen D
Viaduktstrasse 93
Zürich, 8005
This event is limited to 130 attendees. 96 are currently signed up.
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