Keine Frage: Non-Profit-Organisationen arbeiten an entscheidenden Themen für unsere Zukunft. Und sie sind mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, wenn es darum geht Menschen zu sensibilisieren, zu motivieren und zu mobilisieren. Nur allzu oft reagieren selbst diejenigen Menschen, die einem Thema nahe stehen, mit Überdruss oder Zynismus oder es fehlt Ihnen ganz einfach die Zeit um sich damit auseinander zu setzen.
von Martin Diethelm
Sicher war es noch nie einfach, Menschen zu erreichen und sie für ein Anliegen zu gewinnen. Heute scheint es aber so schwierig wie noch nie zu sein. Immer mehr Themen prasseln auf die Menschen nieder, immer lauter ertönen die Botschaften und immer anspruchsvoller wird es, die Komplexität der oftmals globalen Themen zu verstehen.
Daher bin ich überzeugt, dass Verantwortungsträgerinnen und -träger von NPOs noch konsequenter folgende 3 Punkte beachten sollten:
Scharfe Ziele mit messbarem Fortschritt definieren
Immer wieder erlebe ich, wie sich Verantwortliche schwer tun klare Ziele zu bestimmen. Dabei wusste bereits Seneca, dass für denjenigen, der seinen Hafen nicht kennt, alle Winde in die falsche Richtung wehen. Erst diese Fokussierung erlaubt es uns die zahlreichen und dichten Filter, die unsere Zielgruppen aufgebaut haben, zu durchdringen. Nachdem wir scharfe und messbare Ziele definiert haben, fällt es uns auch leichter den Fortschritt zu messen. Erst mit klaren Wegmarkierungen können wir überprüfen, ob unsere Massnahmen effektiv sind oder ob es Änderungen bedarf. Diese Überprüfungen ermöglichen es schlussendlich, eine zielorientierte Flexibilität zu pflegen.
Zielgruppen identifizieren
Es ist immer allen klar, dass wir DIE Öffentlichkeit nicht erreichen können. Und oftmals wird DIE Öffentlichkeit auch nicht in der Lage sein, einen Unterschied für unser Anliegen zu verantworten. Es geht also in erster Linie darum, diese oftmals kleine Gruppe von Menschen oder sogar Einzelpersonen zu identifizieren die ganz real einen Unterschied für unser Anliegen ausmachen kann. Erst wenn wir diese Zielgruppe kennen, können wir uns überlegen wie sie funktioniert, was sie wahrnimmt und wie wir Sie erreichen können.
Klare, einfache und verständliche Botschaften
Nicht simple, sondern einfache und klare Botschaften helfen dem Adressaten unser Anliegen besser zu verstehen. Es ist (fast) ein Ding der Unmöglichkeit Jemandem die ganze Wahrheit zu erzählen. Und gut gemeinte Botschaften wie „treibe mehr Sport“ oder „esse gesünder“ verhallen oftmals erfolglos in den Ohren der Angesprochenen. Doch wenige Menschen verhalten sich nach einem gewissen Motto, weil sie sich so verhalten sollten. Motivierende Botschaften müssen unsere Emotionen treffen, sie müssen sich mit den Werten der Adressaten verknüpfen können. Erst diese Aktivierung führt dazu, dass die Zielgruppe unsere Botschaft schnell einordnen, sie verstehen und vor allem sie unterstützen kann.
Dies ist selbstverständlich keine leichte Aufgabe. Doch umso genauer wir wissen von wem wir was wollen, umso leichter wird es uns fallen die richtigen Worte zu finden.
Daher meine Empfehlung für Ihr nächstes Kampagnenprojekt:
- Können sie die Ziele noch genauer definieren? Tun Sie es.
- Kennen Sie die Menschen, die für ihr Anliegen einen Unterschied machen können? Suchen Sie sie.
- Wissen Sie, welche Werte und Botschaften ihre Zielgruppe bewegt? Entdecken Sie sie.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg!
PS: Lassen Sie uns einen Blick auf Ihr Konzept werfen. Wir schärfen es für Sie. Mehr Infos finden Sie hier.
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