af/Ob es eine gute oder eine schlechte Neuigkeit ist, sei dahingestellt:
Der SPIEGEL und manche anderen Medien sind auf jeden Fall bereitwillig aufgesprungen, um die Meldung zu drucken, dass die Antibabypille an der abnehmenden Fruchtbarkeit der Männer schuld haben könnte. Die Theorie dahinter ist schon mehr als zehn Jahre alt und von vernachlässigbarem Neuigkeitswert. Der Verfasser selbst kam schon in den Neunzigern bei Recherchen mit ihr in Kontakt. Die Indizien müssten eigentlich Forschung und Politik zum Handeln treiben. Nun werden sie clevererweise vom Vatikan dazu genutzt, in einer ereignisarmen Phase die Kampagne gegen Empfängnisverhütung zu befeuern. Der Vorwurf die Kirche sei nicht modern, ist zumindest in dieser Hinsicht für den Moment widerlegt.