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Utopoly – ein zukunftsträchtiger Spielparcours

15 Mai 17
Utopoly

Ein Spiel-Parcours, eine Ausstellung und drei Exponenten mit Fokus auf Ökonomie, Raumplanung und Nachhaltigkeit zeigen zukunftsträchtige Potenziale auf – für den Carparkplatz, den oberen Kreis 5, aber auch für die persönliche Lebensweise der Besucherinnen und Besucher. Das Ergebnis dieses verspielten und lustvollen Nachmittags werden augenzwinkernde Manifeste sein.

Autor: Utopoly

Wir wüssten es längst: Wir leben auf zu grossem Fuss, haben uns mit der industriellen Landwirtschaft nur Probleme eingebrockt und keine Lösungen gefunden, unser Flächenverbrauch nimmt stetig und in beängstigenden Ausmass zu – und der Wachstumsdruck der «Finanzindustrie» beutet Natur und Mensch schonungslos aus. Das heisst: Wir müssten mit unseren Ressourcen – Boden, Rohstoffe, Lebensmittel, Energie aber auch mit den Geldmitteln – effektiver umgehen. Dem nimmt sich Utopoly auf spielerische und anschauliche Art an!

Utopoly-Parcours

Wirtschaft und Staat betreiben zu weiten Teilen Feigenblatt-Politik oder negieren gar anstehende Probleme. Doch wenn wir sie heute nicht lösen, bürden wir sie unseren Nachkommen auf – ein grausames Erbe, das viel Leid, Entbehrung und Tod bedeuten wird.

Die Besucherinnen und Besucher begegnen den Lösungspotenzialen und setzen sozusagen bei sich selbst an: Im Utopoly-Spielparcours im zweiten Stock der Photobastei am Silhquai 125 lässt sich plausibel erkennen, wie ein Abkehr von den heutigem Konsum- und Verhaltens-Mustern mehr Lebensqualität, Genuss und Sinn stiften kann. Und daher ist der Spieldurchgang, der in Vierergruppen absolviert wird, auch äusserst lustvoll. Am Ende hat jede Gruppe ein eigenes, augenzwinkerndes Manifest für eine enkeltaugliche Zukunft.

1000 & 1 Idee 

Urbane Landreserven stehen unter hohem Entwicklungsdruck. Doch die zentralste Brache der Schweiz – das Areal Zürich HB Nord – konnte bisher widerstehen: Dort wird ein stark frequentierter Car-Terminal betrieben, der mit seiner Bahnhofsnähe auch durchaus Sinn macht. Doch ist die Fläche denkbar schlecht genutzt und die Infrastruktur des Car-Terminals lässt mehr als zu wünschen übrig. So könnte mit einer Unterirdischlegung oder einer Überdachung wertvoller Raum gewonnen werden. Oder wäre es sinnvoller, den Car-Terminal an einen Bahnhof in der Peripherie zu legen, damit die Busse nicht in innerstädtischen Staus aufgehalten werden? Wie auch immer, ganze Heerscharen von Architekt_innen und Raumplaner_innen haben sich schon mit dem Entwicklungspotenzial der Brache HB Nord auseinander gesetzt. Einige spannende Ansätze sind in der Ausstellung im dritten Stock zu sehen.

Ebenfalls im dritten Stock finden Referate und Diskussionen statt. Ausgehend von der Erkenntnis, dass ein nachhaltiger Haushalt – ob daheim, als Organisation oder als Staat – nur möglich ist, wenn man die Geldströme auch entsprechend lenkt, die Zivilgesellschaft aber herzlich wenig dazu beitragen kann, werden im ersten Referat Komplementärwährungen thematisiert. Das zweite Referat behandelt darauf neue Lebens- und Arbeitsmodelle. Und das dritte Referat befasst sich mit mehr Lebensqualität im urbanen Raum und wie dies im Kreis 5 realisiert werden kann.

Die Macher_innen

Kristallisationspunkt von Utopoly war die Absicht einer Student_innengruppe der ZHdK, sich in ihrem Studienprojekt mit der Entwicklung in Quartieren hin zu einer nachhaltigeren Welt zu beschäftigen. Dafür gingen sie eine Kooperation mit dem Forum 5im5i und der Bau- und Wohngenossenschaft NeNa1 ein; beide Organisationen befassen sich mit Quartier- und Stadtentwicklung sowie mit neuen Arbeits- und Lebensmodellen.

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