Lange herrschte in der Schweiz ein relativer «Energiefrieden». Mit den angekündigten Neubauplänen der Atomindustrie und der absehbaren Volksabstimmung wurden die Diskussionen wieder neu entfacht. Im Auftrag von Greenpeace haben Kampagnenforum und Feinheit zur «Uranstory» Videoclips und Factsheets konzipiert und umgesetzt und so die komplexe Atom-Thematik für ein breites Publikum nachvollziehbar gemacht.
Im Sommer 2008 wurde das erste Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues Atomkraftwerk Gösgen 2 eingereicht. Kurz darauf folgten die Eingaben für Beznau 3 und Mühleberg 2. Damit brach der Streit um den richtigen Standort los.
Elektrizitätversorger und Wirtschaft nutzten die Klimadebatte, um die Atomkraft als praktisch CO2-freie und deshalb umweltfreundliche Form der Stromproduktion zu propagieren.
Weil aber nur die Stromproduktion (Kernspaltungsprozess) in der Schweiz stattfindet, aber fast die gesamte übrige - weder saubere noch CO2-freie - Prozesskette von der Urangewinnung bis zur Entsorgung im Ausland angelegt ist, beauftragte Greenpeace das Kampagnenforum, diese Sachverhalte verständlich darzustellen und so einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Uranstory klärt auf und zeigt, wo die Risiken und ungelösten Probleme der Atomenergie liegen. Uranstory bleibt an der Diskussion dran und publiziert News und Hintergründe rund um die wieder entfachte Atomfrage.
Die Webseite «Uranstory» zeigt in mehreren Kapiteln die gesamte Brennstoffkette. Das Kampagnenforum erarbeitet die verschiedenen Elemente, die sowohl faktenbasiert wie auch unterhaltend aufbereitet werden.
Es werden animierte Webclips erstellt, welche komplizierte Sachverhalte visualisieren. Sie werden über die Greenpeace-eigenen Kanäle verbreitet. Die ergänzenden Faktenblätter enthalten Schweiz-spezifische Aspekte und Darstellungen komplexer Zusammenhänge für ein anspruchsvolles Publikum.
Die Seite www.uranstory.ch stiess durchwegs auf positive Resonanz. Die meisten Besuchenden sahen sich mindestens einen Clip vollständig an. Vor allem Lehrpersonen interessierten sich stark für die Seite.
Der profilierte Umweltblogger auf Suttnerblog kommentiert: «Menschenrechtsverletzungen, Verschleierung militärischer Atomprogramme, ungeklärte Endlagerung – vom Uranabbau bis zu den Abfällen ist Kernenergie vieles, aber sicher nicht zukunftsfähig oder gar klimafreundlich. Das ist nichts Neues. Doch die vier hübsch animierten Kapitel der Greenpeace Uranstory machen es zum Vergnügen, sich erneut mit dem Thema zu beschäftigen (dem Connaisseur seien die aufschlussreichen Factsheets empfohlen, in denen die Hintergründe weiter durchleuchtet wurden).»





